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„Das Handwerk der Kunst“ – Künstlergespräch

Samstag, 20. Mai 2017 um 16.00 Uhr
Marcella Lassen
Samstag, 20.05.2017
„Das Handwerk der Kunst“ – Künstlergespräch
Samstag, 20. Mai 2017 um 16.00 Uhr

Künstlergespräch zwischen dem Journalisten Siegmund Kopitzki und der Malerin Marcella Lassen.

Das MAC ist kein schlechter Ort für Kunst. Aber eben auch für Autos.  Alte Autos. Oldtimer.  Jaguars zum Beispiel, die zurzeit präsentiert werden…  Autos, so notierte  der französische Philosoph  Roland Barthes, sind das „Äquivalent der großen gotischen Kathedralen, eine Schöpfung, die von einem ganzen Volk benutzt wird, das sich in ihr ein magisches Objekt aneignet“.
Ein interessanter Vergleich, die Architektur der Gotik „der“ Errungenschaft des 19./20 Jahrhunderts schlechthin, nämlich dem  Automobil  gegenüberzustellen.   Aber Barthes geht es nicht nur um das Massenphänomen Auto, das vielen zur Glaubensfrage  geworden ist und das uns mit seiner Erfindung eine bis dahin nie  gekannte Mobilität ermöglicht, sondern um die „Magie des Objekts“. Und  da ist der Philosoph nahe an der Kunst.

Aber auch die Kunst, zumal die heutige,  ist zur Glaubensfrage geworden. Was überhaupt ist Kunst? – Andreas Mäckler, Herausgeber  eines Nachschlagewerks mit dem Titel „Was ist Kunst?“,  gibt auf diese Frage gleich  1460 Antworten. Er hat die Kunst und Künstler von der Antike bis in die Gegenwart befragt. Kunst ist demnach ein weites Feld, wie schon der Blick auf die vielen „Ismen“ verrät, mit der sie allein in den letzten 200 Jahren kategorisiert wurde – Naturalismus, Realismus, Impressionismus, Expressionismus, Fauvismus, Dadaismus,  Symbolismus, Kubismus, Surrealismus usw.

Marcella Lassen, in Amerika geborene Künstlerin mit holländisch-deutschen Wurzeln, die am Samstag, 20. Mai, mit dem Journalisten Siegmund Kopitzki über ihre Ausstellung im MAC sprechen wird, kennt  die  Debatten, die seit der Antike  über Kunst geführt werden. Sie hat sich darüber hinaus in Los Angeles, Wien und in Brüssel intensiv mit dem alten Handwerk der Kunst beschäftigt. Ihre Auseinandersetzung etwa mit der Renaissancemalerei oder dem Historismus des 19. Jahrhunderts  lässt sich in einigen ihrer Gemälde besichtigen. Lassen malt  in Öl und  sie mischt die Farben selbst. Das ist heute unter Künstlern nicht mehr selbstverständlich.

Aber Marcella Lassen kennt auch die Gesetze des „Marktes“, die vom Künstler ein perfektes Produkt einfordern, andernfalls bleibt er erfolglos. Diese Künstlerin hat Erfolg. Sie arbeitet seit Jahren konsequent und diszipliniert an ihrem bildnerischen Werk.  Aber wahr ist auch, dass es ein steter Kampf um Anerkennung bleibt, zumal in unserer Zeit, die bestimmt wird von einer  „Ästhetik der Orientierungslosigkeit“ (Thomas Zaunschirm)  – auch so lässt sich das postmoderne Dogma des „Anything goes“ umschreiben.

Lassen hat ihren „Stil“ gefunden – mit Anleihen beim Surrealismus und bei der Pop Art. Sie nimmt sich dabei die Freiheit das zu tun, was sie will.  Sie kennt den Satz von Gerhard Richter: „Kunst ist etwas Eigenes“. Diese Selbsterkenntnis steht im erwähnten Nachschlagewerk von  Mäckler.  Aber auch das ist ein Prozess. Oft ist der Weg das Ziel bei diesem Suchspiel, das die Malerin mit der Zeichenarbeit beginnt. Anders: Kein Tag ohne Linie. Von Max Ernst wissen wir übrigens, dass ein Künstler verloren ist, wenn er sich findet.

Das Wunderbare  an der zeitgenössischen Kunst  ist, dass sie „offen“ ist für viele Interpretationen. Richtig ist aber auch, dass sie immer Interpretationsbedürftiger wird. Man denke dabei an die Konzeptkunst. Sie macht bisweilen ratlos. Das ist in der Malerei anders. Es ist eine Gattung mit Tradition. Da gibt es Haltegriffe. Auch in der Kunst von Lassen, die – bei allen Verrätselungen, kalkulierten Brüchen in ihrem Stil –  eine klare Bildersprache spricht.

Lassen will mit ihrem  „plakativen Figurationsstil“ etwas bewegen. Sie inszeniert Menschen, vor allem Prominente, die wie aus einem Lifestyle-Magazin entsprungen wirken   – die Queen von England etwa, die französische Politiker-Frau Carla Bruni oder die  Rocksängerin Patti Smith.  Die Glitzer- und Glamourwelt und damit die Welt des schönen Scheins entfaltet sich zwar vor unseren Augen, sie wird aber mit den geschilderten malerischen Mitteln und Brüchen subtil entlarvt und karikiert. Und wenn man lange genug schaut, dann erkennt man hinter dem Lächeln der Figuren tiefe Melancholie und Einsamkeit. Das sind Insignien unserer Zeit, die ein anderer französischer Philosoph, Paul Virilio, mit den Worten  „rasender Stillstand“ charakterisiert  hat.

Wobei:  Marcella Lassen psychologisiert nicht. Die Gesichter auf ihren Bildern sind oft auch durch eine starre Oberfläche gekennzeichnet und lassen die menschliche Innenwelt unberücksichtigt. Dass die Chronistin Marcella Lassen mit ihren Bildern eine  „Gegenwelt“ schafft, – das  wird sie nicht  behaupten.  Aber der Welt einen Spiegel vorsetzen, das schon eher…  Anders gesagt:  Lassens Realismus ist kein sozialkritischer, sondern einer der Eleganz. – Zu fragen wäre  allerdings, ob Kunst je das Zeug dazu hatte, mehr als nur eine moralische Institution zu sein?

Bilder von ihr  bieten stets unzählige Anknüpfungspunkte.  Ikonen der Zeit  wie die Queen, die  Bruni und  Smith, wie Karl Lagerfeld oder  Dolly Parton und Marylin  Monroe, um einige weitere Namen zu nennen,  stehen oft im Mittelpunkt ihrer Arbeiten  und sind doch nur Teil des Ganzen. Auch schnöde Alltagsdinge wie das Fast-Food-Produkt „Hamburger“  – davon hat sie eine ganze Serie gemalt –  oder „visual bites“ von Wolken, Tieren oder Landschaften  (hier ausgestellt). Sie dienen oft als Transportmittel einer Idee, einer Geschichte, einer Option, einer Botschaft.  Aber sie sind sich auch selbst genug.

Es sind Bilder, die jenseits jedes ‚literarischen‘ Anlasses der Frage nachspüren, ob es immer noch und immer wieder möglich ist, ein Bild zu malen, das sich selbst trägt und definiert aufgrund der Mittel, aus denen es geformt wurde.  Reine Kunst also. Das ist nicht viel? Das ist alles!

Es gibt im Übrigen nicht nur Bezüge zum Surrealismus und zur Pop Art, die vor allem von Andy Warhol und Roy Liechtenstein geprägt wurde, sondern auch andere Adaptionen, etwa zur Collage der Dadaisten; es gibt nicht nur Ausflüge zur somnabulen Traumkunst  von  Magritte, sondern auch eine gewisse Wahlverwandtschaft zur Coolnes-Kunst von Axel Katz, der, früher als Warhol,  sein Bildpersonal zumeist  vor monochromen Hintergrund platziert hat;  auch die „Flachheit“, die konsequente Zweidimensionalität der Gemälde, vor allem aber die Gefühlsreduziertheit seiner Kunst, die zugleich eine Voraussetzung für emotionsgeladene Interpretationen ist, ist zu erkennen.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Kunst entsteht aus Kunst. Auch im Fall von Marcella Lassen. Dennoch ist das, was sie macht, fern der Kopie.  Was  sie am Ende auf die Leinwand bringt, ist Selektion.  Nicht alles gelingt. Und selten ist sie mit dem Ergebnis zufrieden. Und macht dennoch weiter, immer weiter. Als arbeite sie an einem einzige Bild…

In dieser Denk- und Arbeitsbewegung – ein Bild ist nie beendet – ist sie  kein Einzel- oder Sonderfall. Die Kunst der Moderne und Postmoderne kennt nicht mehr die Vorstellung vom Meisterwerk, allenfalls die permanente Suche danach. Das Einzelbild ist zum konstituierenden Teil eines theoretisch wie praktisch erweiterbaren Ganzen geworden.

Das wunderbare Paradoxon in der Kunst besteht darin, dass sie sich immer wieder neu aufstellt – auch oder gerade in der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte. Marcella Lassen ist Teil dieses Prozesses, der nicht immer Glück verspricht.  Bei ihr habe kann man den Eindruck gewinnen, dass die Kunst für sie existentiell ist. Auch darin ist sie eine traditionelle Moderne.
Wir kennen die Antwort von Picasso auf die Frage, warum er die Kunst  nicht aufgeben wollte? Sonst müsse er aus dem Fenster springen. Das steht nicht in   Andreas Mäcklers Nachschlagewerk „Was ist Kunst?“.

Das Mac Museum Art & Cars präsentiert  in einer kleinen, aber feinen Ausstellung noch bis 4. Juni ausgewählte Werke von Marcella Lassen. Am Samstag, 20. Mai,  wird die Künstlerin mit dem Konstanzer Kulturjournalistin Siegmund Kopitzki in ein Gespräch über ihre Arbeit treten, zu dem alle Kunstfreunde ganz herzlich eingeladen sind. Kopitzki, der dem MAC verbunden ist,  hielt  die vielbeachtete Eröffnungsrede zu dieser Ausstellung. Er ist mit dem Werk von Marcella Lassen vertraut.

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